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kNuke und Tomasz


kNuke

Mit seinem Werk PLASMAEIS als Fluchtpunkt aus seiner Zeit als Neuer Wilder begründet der Kreuzberger Künstler kNuke (s)einen neuen Stil des Orbismus, in dem er die Postmoderne überwunden wissen will. kNukes orbistische Gemälde stellen die Besucher seiner Ausstellungen in Stara Morawa (Woiwodschaft Dolnośląskie), in Greenwich Village (NYC) und im Prenzlauer Berg stets vor die Frage, ob nicht Kunst schlechthin eines neuen Verständnisses bedarf.

Tomasz

Gewöhnlich hört kNuke auf seine innere Stimme. Wenn da nicht ab und zu eine Zweitstimme sich vorlaut Gehör verschaffen wollte. Diese bisweilen nicht rein wohlwollende gehört Tomasz, einem polnischen Steintroll, der sich ganz und gar nicht als gesprächstherapeutischer Antagonist zu Dr. Flusensatz' bunten 20-mg-Kapseln sieht, die kNukes Wirklichkeit justieren sollen.

Orbismus

In seinem Buch "Kunst - Eine Genese des Bildhaften" beschäftigt sich der Kreuzberger Künstler kNuke mit der Frage nach der Zukunft der Kunst. Als Säulen ihrer Vergangenheit beleuchtet er die Themen Symbol, Spiegelung und Interpretation. Sie sieht er als Aspekte von Wahrnehmung und Wiedergabe an.

Im Gegensatz dazu habe die "Kunst des Heutigen" mit ihrem Sprung in eine Abstraktion der Wahrnehmung ihre Selbstüberwindung als Säulenheiligtum möglich gemacht.

Den Status dieses Prozesses belässt kNuke bewusst undokumentiert, verknüpft aber sein Konzept der Vollendung des Abgeschlossenen mit besagtem Heiligtum, um seiner Vision einer Metaperspektive die Kraft der Gegenwartsüberwindung zu verleihen.

Ausgehend vom Begriff des Gegenwärtigen zementiert kNuke seine Metaperspektive als "Kunst des Folgenden", die er als zukünftige prognostiziert und in ihrer Verquickung von Abgeschlossenheit, Unendlichkeit und Zyklizität als "Orbismus" bezeichnet.

 
             
   
  © 2014 Arnd Moritz, Berlin, Germany  ·  arndmoritz.de  ·  Stand: September 2016