ARND  MORITZ      
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(Um-) Weg eines Entschleunigten. An sei­ne Ge­burt hat Ego die bes­te Er­in­ne­rung: Sei­ne Um­ge­bung woll­te nicht so wie Ego. Ir­gend­wie ging es dann lang­sam so wei­ter. Bis zum Abi­tur. Da­nach dach­te Ego zer­ti­fi­ziert neun­mal­klug, dass es jetzt so gehen kön­ne wie es soll­te. Die Etap­pen: Mathe­ma­tik (Di­plom), Phy­sik, spä­ter Phi­lo­so­phie. Aber lang­sam, ganz lang­sam, bit­te schön. Die Aus­bil­dung zum Jour­nalis­ten wink­te. Ego mach­te den Ab­schluss und das Da­nach wur­de Pro­jekt mit Ego als Koor­di­na­tor. Spä­ter teil­te und sam­mel­te Ego als Do­zent Er­fah­run­gen und In­hal­te. Dann der Cut. In Ber­lin. In Kreuz­berg. Klein­kunst lock­te. Impro­the­ater reiz­te. Erst schlug Ego den Bo­gen, auf dem er und sein Ego zum Aus­gangs­punkt rutsch­ten, dann sei­nem in­ne­ren Au­tor auf die lin­ke Schul­ter. Da­nach ging wie­der al­les, lang­sam, ganz lang­sam. Ego schreibt Dreh­bücher und für das Ju­gend­the­ater »Kreuz­ber­ger Op­ti­mis­ten« Text­bü­cher. In sei­nem Pro­gramm »Gly­phen­we­bers Büh­nen­le­se« en­det der ge­schla­ge­ne Bo­gen in der frak­ta­len Phan­ta­sie­welt Egos in­ne­ren Au­tors. Die Welt ist Theater und es geht wei­ter, lang­sam, ganz lang­sam vor­an ...